Tourtagebuch Etappe 7-10

Die Flachetappen haben wir hinter uns, und die ersten Berge, wie auch die erste Bergankunft in den Vogesen. warten auf uns. Jetzt heißt es für mich einfach Zähne zusammenbeißen und durchkämpfen! Als Belohnung wartet schließlich ein Ruhetag auf mich...

Roger Kluge

11.7.14   Etappe 7 Epernay - Nancy 233 km

Das Positive zuerst! Wir hatten unseren ersten Podiumsauftritt. Heute war Martin in der Gruppe des Tages und wurde als aggressivster Fahrer ausgezeichnet und wird somit morgen mit der roten Rückennummer starten. Leider gab es auch wieder Stürze im Finale - ich war längst abgehangen, und bin alleine ruhig reingerollt - wo es dieses Mal erst 14630596771_c112ae0a86_c.jpgSebastian erwischt hat und dann, auf dem Finalen Kilometer, leider auch noch unseren Kapitän Mathias. Er konnte zwar unter Schmerzen die Etappe noch beenden, ist aber anschließend ins Krankenhaus gefahren. Er konnte sein linkes Bein kaum bewegen. So lautet der erste Verdacht: Hüfte oder Oberschenkel im schlimmsten Fall gebrochen. Ich vermutet eher die Hüfte, da er sonst wohl hätte gar nicht ins Ziel rollen können. Aber abwarten, ich hoffe, dass es vielleicht doch nur eine sehr starke Prellung war! Nun zu mir. Die ersten 3 Stunden habe ich mich überhaupt nicht gut gefühlt. Wir sind zwar wieder "nur" dahin gerollt, aber bei jeder kleinen Welle hatte ich einfach ein schei... Bein! Nach einem kurzen und kleinen aufmunternden  Gespräch mit Voigte ging es mir schon etwas besser. Er meinte zwar nur, den anderen geht es genauso und er selber habe auch nicht mehr die besten, aber eben diese kleine und wahre Realität, ließ mich dann wieder etwas positiver denken. Von Kilometer 180 bis 215 wurde es dann wieder hektischer, da dann 2 kleine Berge anstanden, die quasi das Finale einläuteten. Ich hatte wieder Aufgabe die meiste Zeit bei Mathias zu sein, bzw. dann vor dem Berg, Heino soweit wie möglich vorne reinzufahren. Das gelang mit dann auch sehr gut, und die Beine waren dann doch nicht mehr so schlecht. Ich hatte noch ganz kurz versucht mitzuhalten, aber das Tempo war zu hoch für mich, und so bin ich in meinem Tempo weitergefahren. Das Gruppetto war nur 2-3min hinter mir, aber anhalten und warten wollte ich nun auch nicht. Außerdem hatte ich so alle Aufmerksamkeit der Zuschauer nur für mich ;) ich geh jetzt zur Massage... bis morgen.

12.7.14   Etappe 8 Tomblaine - Gérardmer 161 km

Die Ruhe vor dem Sturm! Endlich hatte ich einen etwas entspannteren Tag. Nach dem wir Mathias ja gestern verloren14447408457_462c10db66_c.jpg haben - es wurde dann doch ein Oberschenkelbruch diagnostiziert - wird es aber jetzt meistens heißen: geht in Gruppe, wenn die Chance besteht, das sie auch durch kommt. So eine Chance war heute. Chava nutze diese, und konnte sich nach ca. 30km mit 4 anderen Fahrern absetzen. Da der Wind nicht so stark war, konnte ich entspannt im Feld mit rollen. Astana machte auch keine Anstalten, die Gruppe zurückzuholen. Das gelbe Trikot war nicht in Gefahr. Und so fuhren sie bis zu 11 Minuten an Vorsprung heraus, und das bei nur noch 50 km zu fahren. Leider setzte dann auch sehr starker Regen ein, welcher das Tempo extrem in die Höhe trieb, da es auf die Berge zu ging, und natürlich die Gesamtklassementfahrer alle vorne sein wollten. Okay, das waren dann mal 10km, die nicht so entspannt waren. Aber sobald wir in den Berg reingefahren sind, hat sich das Gruppetto gebildet und wir sind mit angenehmen Tempo ins Ziel gefahren. Chava konnte zwar nicht um den Sieg mitfahren, aber er lag bis wenige Hundertmeter vor dem Ziel noch auf dem 2. Platz. Dann wurde er von den großen Favoriten geschluckt und kam schließlich als 10. übers Ziel. Anschließend haben wir noch fast 2 Stunden gebraucht, um die 30 km mit Bus vom Ziel zum Hotel zurückzulegen. Dementsprechend spät kam ich wieder zu Massage, zum Dinner und schließlich zu meinem Tagebucheintrag. Morgen wird es für mich richtig schwer, da direkt nach dem Start gleich ein 8km-Anstieg auf mich wartet. So was gefällt mir ja gar nicht! Schlafenszeit=Erholungszeit...

13.7.14   Etappe 9 Gérardmer - Mulhouse 170 km

Sorry Leute, gestern war ich einfach zu platt, um noch etwas zu schreiben. Ich war froh, als ich im Bett war und meine Augen wenigstens noch offen halten konnte, um den Sieg der DFB-11 zu schauen. Ja, zur Etappe von gestern also: es war für mich bis jetzt die schwerste Etappe definitiv! Ich konnte nach 5km dem Feld nicht mehr folgen und viel langsam zurück. Um mich herum waren aber auch noch 20 andere, das Gruppetto. Wir fuhren dann gemeinsam immer noch ein für uns sehr hohes Tempo weiter, da wir hofften, dass wenn eine Spitzengruppe weggelassen wird, das Feld eine kurze Pinkelpause einlegt, und wir dann wieder aufschließen können. Nach dem es aber am 2. Berg im Tour-Funk immer noch hieß, dass die vorne Radrennen fahren, wurde uns schnell klar, dass wir wohl bis zum Ziel alle zusammen fahren und kämpfen müssen, um im Zeitlimit ins Ziel zu kommen! Klar war es nicht schön, aber ich habe mich so weit ok gefühlt. Die Kraft war ausreichend vorhanden, und so musste ich nicht die ganze Zeit total am Limit fahren. Zu schaffen machten mir allerdings meine Atemwege. Seit 2 Tage hat sich eine kleine Erkältung aus dem Nix bei mir eingeschlichen und die hilft mir jetzt natürlich nicht gerade in den schweren Bergetappen. Ich habe die Nacht aber gut schlafen können und werde die heutige Etappe auch irgendwie noch überstehen. Aufgrund der Bergankunft, ist das Zeitlimit heute auch viel höher angesetzt, und wir müssen hoffentlich nicht die ganze Zeit am Anschlag fahren, sondern können es vielleicht am Schlussanstieg etwas ruhiger angehen lassen. Anschließend folgt dann noch ein 100km-Transfer in das Hotel vom Ruhetag nach Besancon. Es wird also wieder ein sehr langer Tag! Aber wir haben endlich wieder Sommer, so wie es aussieht. Die Sonne tut immer gut für den Kopf, im Vergleich zu Wolken und Regen. Also, macht den Fernseher an und folgt uns die Berge hoch!

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14.7.14   Etappe 10 Mulhouse - La planche des Belles Filles

Geschafft!! Morgen ist Ruhetag :-) Da wir ja 2 Stunden mit dem Bus unterwegs sind, habe ich heute auch mehr Zeit für das Tagebuch. Und ich bin auch nicht ganz kaputt wie gestern. Es geht mir aber auch nur ein müh besser. Gestern war die Nase zu und ich hatte auch leichte Kopfschmerzen. Die Etappe war gar nicht so viel anders zu der von gestern. Anfangs zwar ein wenig länger flach, aber dann ging es wieder nur noch hoch und runter, und das ganze 6,5 Mal. Am Ende dann nur noch hoch! Abgehangen wurde ich zwar wieder schon am ersten Berg, konnte aber noch mal zurückkommen. Das Gruppetto bildete sich dann am 3. Berg. Da unsere Durchschnittsgeschwindigkeit heute nur 14443103367_bbe7d82dbc_c.jpgetwas über 32km/h lag, war es ab dem 3. Berg immer noch ein verdammt langer Tag mit fast den gleichen Kollegen wie am Vortag. Wir arbeiteten aber auch alle wieder gut zusammen, sodass wir vor dem Schlussanstieg zeitlich nicht mehr in Bedrängnis waren und es eigentlich etwas langsamer hätten angehen können. Aber der Berg war zwischendrin so steil, das langsamer bedeutet hätte, absteigen und Räder schieben. Also hat sich jeder irgendwie auch da noch hochgeschleppt. Ach so, der Sommer lässt doch noch auf sich warten... Vormittags hat zwar die Sonne gezeigt, aber pünktlich zum Start gab es einen kurzen Schauer und die Straßen waren wieder nass! Die ersten 20km waren dann zwar doch wieder trocken, aber sobald wir in die Berge gefahren waren, war es meisten nass, und in der Verpflegung zum Beispiel auch so neblig, das man nur ca. 100-200m weit schauen konnte. Jetzt scheint wieder Sonne, typisch! Ich bin jetzt auf alle Fälle schon froh, dass ich morgen den Ruhetag genießen kann. Denn das heißt, ich werde bei der 11. Etappe auch wieder am Start stehen. Damals - im Jahr 2010 mit dem Team Milram bei meiner ersten Tour-Teilnahme - bin ich zwar Rad gefahren, aber nachmittags dann ins Krankenhaus, wo mein Kahnbeinbruch festgestellt wurde. Das bedeutete das Aus für mich! Ab jetzt ist also alles neu für mich.

Geschrieben von Stefan Hentschel am
Hey Roger, weiter viel Erfolg Dir!!! Ist echt spannend hier mitzulesen. Hoffe, die Beine halten bis zum Ende und die Champs-Élysées wird dein Parkett :) Viele liebe Grüße von Lili und mir
Geschrieben von penny am
Hi Roger, genieße die morgige Regeneration. Weiterhin viel Glück, Du packst den Rest auch noch! Freue mich auf Paris!
Geschrieben von k am
Super, dass du so ausführlich berichtest.
Hoffentlich kannst du dich im laufe der nächsten 2 wochen noch einmal ganz vorne zeigen
Geschrieben von Elissa am
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