Cottbuser Nächte

Nach dem ich 2012 bei der Prämiere teilnehmen konnte, freue mich jetzt auf meinen zweiten Start bei den Nächten! Ich werde mit Stefan Schäfer zusammen starten, und wir haben uns als Ziel das Podium vorgenommen.

Roger Kluge

Cottbus

Bis einschließlich Dienstag habe ich nicht auf dem Rad gesessen. In der Leistengegend hatte sich noch richtig Wasser angesammelt, wodurch der ganze Bereich noch richtig anschwellte. Aber am Mittwoch fühlte ich mich wieder in der Lage, 2-3h auf dem Rad zu sitzen. Und irgendwann musste ich ja auch wieder anfangen, da ab Freitag die "Cottbuser Nächte"  für mich auf dem Programm standen. Donnerstag bin ich dann schon knapp 4 Stunden gefahren. Ich war froh, dass ich an der Seite von meinem guten Freund Stefan Schäfer letztendlich starten konnte, und wir uns so als die Lokalmatadoren bei dem halben Sechstagerennen präsentieren konnten. Eine Woche zuvor, nach dem Sturz, war ich schon ein wenig skeptisch. Und so war es auch alles andere als leicht für mich! Besonders in der ersten Nacht tat ich mich richtig schwer überhaupt in Tritt zu kommen. Zum Glück war Stefan, der eine Woche zu vor sich den Titel bei der Steher-DM sicher konnte, richtig gut drauf! So konnten wir im ersten Wettbewerb des Tages, dem Mannschaftsausscheidungsfahren, gleich dritter werden. Er wurde zu dem nochmal dritter bei den Temporunden, und die abschließende kleine Jagd konnten wir dank eines geglückten Rundengewinns überraschend für uns entscheiden. Das bedeutete die Führung nach dem ersten Abend!

In der 2. Nacht ging es zwar bei mir auf einmal deutlich besser, dafür aber bei meinem Partner etwas schlechter. Wir konnten leider kaum Punkte sammeln in den ersten Wettkämpfen. In der Jagd waren wir dann diesmal die Gejagten, wodurch uns kein Rundengewinn gelang, im Vergleich zu 5 anderen Teams. Wir fielen auf Platz 3 in der Gesamtwertung zurück.

Am letzten Tag wollten wir dann unbedingt das Podium halten. Aber so wirklich super ging es bei uns beiden leider nicht. Wir fahren einfach nicht spritzig genug, wodurch die rundengleichen Teams mit den Punkten an uns vor der Finalen Jagd vorbeizogen. Unsere einzige Chance in die Top 3 zurückzukommen, war ein erneuter Rundengewinn, aber ohne unsere Konkurrenten dabei mitzunehmen. Leichter gesagt, als getan. Dennoch setzen wir alles auf diese eine Karte! Ich nutzte eine Rennsituation aus, in der die entscheidenden Teams sich im hinteren Feld befanden, und setzte zur Attacke an. Ein Team war schon vorne raus und ein weiteres kam mit uns mit. Schließlich fuhren wir, nach einem langen Kampf gegen das jagende Feld, mit den 2 Teams rum, und schoben uns dadurch wieder auf den 3. Platz vor. Die Konkurrenz versuchte zwar ebenfalls eine Runde gutzumachen, aber wir konnten alle Attacken neutralisieren. Somit schlossen wir die Cottbuser Nächte 2014 sehr glücklich und zufrieden auf dem 3. Platz ab! Es war mal wieder schön in der Region Radrennen zufahren. Es kamen zahlreiche Zuschauer über die 3 Tage ins Radstadion, und ich hoffe, das sich die Veranstaltung auch in Zukunft weiter etablieren wird...